Wärme produziert wird, ermöglicht einen ganzjährigen Betrieb, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Bild: german contract

Erfolgsstory für die Umwelt: Brennstoffzellentechnologie innerhalb eines Jahres 10-fach verbaut

Der Wille, Alternativen zum herkömmlichen Strombezug zu etablieren, ist in den klimapolitischen Zielen der Bundesregierung festgelegt. Grund dafür sind Vorhaben wie die Reduktion der deutschen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 sowie der Ausbau der erneuerbaren Energien zum Hauptenergieträger bis 2050. Der aktuelle Status einer deutschlandweiten Umsetzung auf diesem Gebiet ist allerdings noch ausbaufähig. Der Contracting-Dienstleister gc Wärmedienste GmbH (german contract) ist hier bereits einen Schritt weiter: In gut eineinhalb Jahren haben die Neusser mit Brennstoffzellengeräten bereits zehn Mal Zukunftstechnologie verbaut.

Der Startschuss fiel im Winter 2012: Die Kooperationsvereinbarung zwischen den Stadtwerken Neuss, deren Tochtergesellschaft german contract und dem Brennstoffzellenhersteller Ceramic Fuel Cells GmbH (CFC) aus Heinsberg bildete die Basis/den Grundstein für eine erfolgreiche Marktpräsenz der Zukunftstechnologie. Nach ersten Informationsveranstaltungen zu Beginn des darauf folgenden Jahres kamen schnell erste Interessenten zusammen, so dass 2013 insgesamt zehn Brennstoffzellengeräte geplant und deren Umsetzung gestartet werden konnte. „In Zusammenarbeit mit dem Fachhandwerk sowie den Experten von CFC aus Heinsberg haben wir nach der Planung 2013 ab Mai 2014 alle zehn Geräte in Betrieb nehmen können“, freut sich Roland Gilges, Geschäftsführer bei german contract.

Von Privat- bis Großkunde
Verbaut wurden die zehn Brennstoffzellen sowohl bei Gewerbebetrieben als auch bei privaten Immobilienbesitzern. So setzen beispielsweise ein Neusser Logistikdienstleister, ein historisches Restaurant aus Wegberg sowie der Hockeyclub Schwarz-Weiß Neuss auf die Zukunftstechnologie. Die Investition lohnt sich: Jeder BlueGEN erzeugt jährlich etwa 13.000 kWh Strom direkt vor Ort, wo er benötigt wird und halbiert dabei die CO2-Emissionen. Da alle verbauten Brennstoffzellengeräte hundertprozentige Auslastung genießen, sparen die Geräte pro Jahr zusammen ca. 130.000 kWh Strom ein, was neben eingesparter Energie auch eine große Entlastung für die Umwelt bedeutet. Nach dem erfolgreich verlaufenen ersten Jahr sind auch 2014 weitere Projekte im gesamten Bundesgebiet geplant. Zu diesem Zweck gab es bereits erste Informationsveranstaltungen für potenzielle Abnehmer und Interessierte, welche ebenfalls erste, sehr positive Resonanzen nach sich zogen.

Innovativer, effizienter Energieeinsatz
Wer Brennstoffzellen-Technologie nutzt, setzt auf effiziente und saubere Stromerzeugung. „Sie funktioniert nicht wie klassisch üblich über Verbrennung, sondern über eine elektrochemische Reaktion. Das Besondere dabei ist die direkte Umwandlung der chemisch gespeicherten Energie des genutzten Brennstoffs in Elektrizität und Wärme ohne Zwischenschritt“, erklärt Andreas Ballhausen, Mitglied der Geschäftsleitung bei CFC. Dadurch erreicht die Zukunftstechnologie einen ungewöhnlich hohen Wirkungsgrad, was eine CO2-Einsparung von bis zu 50 Prozent gegenüber der Brennwerttechnik und zentralem Strombezug bedeutet. Außerdem können Endnutzer ihre Stromkosten etwa halbieren. Damit schont die Brennstoffzellen-Technologie Ressourcen, Klima und Geldbeutel zugleich.