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Potenzial für einen erfolgreichen Schutz von Klima und Ressourcen liegt nicht nur im Wärmemarkt verborgen. Die sogenannte Zero Waste Bewegung strebt nach einem nachhaltigen Konsumverhalten und versucht Märkte, Wirtschaft und Gesellschaft zum Wohle unseres Planeten zu verändern.

Ein Leben ohne Müll, kurz gesagt ist das die Bedeutung von Zero Waste – doch die Bewegung geht weit darüber hinaus. Nicht nur Verpackungsmüll soll vermieden, auch der Lebensmittelverschwendung soll vorgebeugt werden. Produziert der Durchschnitts-Deutsche etwa 450 kg Haushaltsmüll im Jahr, entstehen so auf den Tag gerechnet mehr als ein Kilo Müll pro Person. Selbst bei korrekter Mülltrennung kann lediglich ein geringer Anteil recycelt werden – und das unter hohem Energieaufwand. Der Rest wird unter enormer Umweltbelastung verbrannt.

Wie alles begann…

Das Phänomen des nachhaltigen Konsums entwickelte sich über Jahre hinweg zu dem, was es heute ist. Die Idee, Müll gar nicht erst entstehen zu lassen, anstatt ihn zu recyclen oder wiederzuverwerten, erfreut sich reger Beliebtheit. Ressourcen sparen und die Umwelt schützen, das „Precycling“ fördert globales Umdenken in Sachen Müllproduktion und versucht damit nicht nur die Energieindustrie, sondern auch die Produktionsketten und den Handel zu beeinflussen.

Zero Waste im Alltag

Wer mit dem Verzicht auf Müll und der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung einen Beitrag zum Umweltschutz leisten möchte, der kann im Alltag einiges tun, um seinen persönlichen Zielen Stück für Stück näher zu kommen. Auch viele Unternehmen orientieren sich bereits an der Trendbewegung: mit Unverpackt-Läden, Food-Sharing Apps und sogenannten Retter-Lebensmittelboxen im monatlichen Abo versuchen junge Start-Ups die Zero Waste Gesellschaft für Jedermann attraktiv zu gestalten. Während Unverpackt-Läden gänzlich auf die Verwendung von Verpackungsmaterial verzichten und Lebensmittel zum Abfüllen in wiederverwendbaren Gefäßen anbieten, wird die Nachfrage an besonders nachhaltigen Produkten ebenfalls immer größer und die Produktpalette wächst stetig: von Zahnbürsten aus Bambus über Shampoo am Stück bis hin zu wiederverwendbaren Abschminkpads aus Baumwolle.

Auch in der Gastronomie haben bereits zahlreiche Anbieter der Wegwerfmentalität den Kampf angesagt. Egal ob die Rettung abgelaufener, aber noch völlig einwandfreier Ware aus dem Supermarkt, die zu einem günstigeren Preis in einem monatlichen Abo erworben werden kann oder sogenannte Food-Sharing Anbieter, die am Ende des Tages übrig gebliebene Speisen aus Restaurants, Bäckereien oder Cafés zu einem kleineren Preis anbieten – zum Schutz des Planeten soll nichts mehr achtlos weggeworfen werden.