windrad

Alles im grünen Bereich? Die Preise für Öl, Gas und Kohle haben in den letzten Monaten Rekorde erreicht – und mit ihnen die Energiepreise. Mit dem zunehmenden Anstieg der Energiekosten für Strom und Wärme wünschen sich viele Haushalte zunehmend mehr Unabhängigkeit. Neben Solarenergie und Photovoltaikanlagen für Endverbraucher, bietet auch Kleinwindkraft eine Möglichkeit, den im Haus benötigten Strom selbst zu erzeugen. Doch ist ein Windrad im eigenen Garten wirklich effizient und für wen lohnt sich der Einsatz von sogenannten Mini-Windkraftwerken wirklich?

Volle Windkraft voraus! Zukünftig wird es immer wichtiger Sonnen-, Wasser-, oder auch Windkraft effizient zur Stromerzeugung zu nutzen. Windkraft leistet in Sachen Erneuerbare Energien einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung. Dabei handelt es sich allerdings um sehr große Anlagen. Es gibt jedoch auch für den Endverbraucher bereits sogenannte Mini-Windkraftwerke, die die Produktion von Strom im eigenen Zuhause ermöglichen.

Kleinwindkraft – Wie funktioniert Windkraft?

Genau wie große Windräder verfügen auch Kleinwindkraftanlagen für den Garten oder den Balkon über Rotoren, die bei Krafteinwirkungen des Windes zu rotieren beginnen. Durch die Rotation wird ein Generator im Inneren der Anlage angetrieben, der die mechanische Energie in elektrische Energie überführt.
In der Kleinwindkraft wird zwischen horizontalen und vertikalen Windrädern unterschieden. Horizontale Anlagen, bei denen sich die Rotoren um eine liegende Achse drehen, funktionieren dabei genau wie große Anlagen. Sie bringen die meiste Leistung, wenn sie optimal im Wind stehen. Vertikale Windräder, bei denen sich die Rotoren um eine aufrechtstehende Achse drehen, laufen dagegen, egal, aus welcher Richtung der Wind weht. Im Gegenzug sind sie weniger anfällig für starke Böen, arbeiten leiser und erzeugen kaum Vibrationen, haben dafür aber auch einen geringeren Wirkungsgrad.

Windenergie effizient nutzen

Viele Eigenheimbesitzer kennen die private Stromerzeugung bereits von der Solarenergie: Gerade im Frühling und Sommer lässt sich mit Hilfe der Sonnenkraft selbstständig Strom produzieren. Das ist mit sogenannten Kleinwindkraftanlagen ebenfalls möglich. Besonders im Herbst und im Winter ist es windig in Deutschland – dieser Wind lässt sich energetisch nutzen. Die Menge des produzierten Stroms und die Wirtschaftlichkeit einer Anlage hängen jedoch stark von der Windkraft ab, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird: Neben den ortsabhängigen Windverhältnissen, hat die Höhe der Anlage sowie die Bebauung der direkten Umgebung Einfluss auf die Stärke der Windkraft und somit die Wirtschaftlichkeit der Anlage. Im Vorfeld sollte daher genau geprüft werden, ob sich die Nutzung von Windenergie wirtschaftlich für den spezifischen Standort eignet.

Aktuell ist es bei der Windkraft, ähnlich wie bei der Solarenergie, nicht wirtschaftlich den Strom zu verkaufen und in das allgemeine Stromnetz einzuspeisen. Das primäre Ziel liegt vielmehr darin, die Selbstnutzung anzustreben und die eigenen Stromkosten zu senken. Wer bereits auf Solarenergie setzt und gleichzeitig gute Bedingungen und Windverhältnisse an seinem Standort vorweisen kann, für den kann die Nutzung einer Kleinwindkraftanlage Sinn machen, um die eher dunkleren Monate im Herbst und Winter auszugleichen und ganzjährig klimafreundlichen Strom zu erzeugen.