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Vom 2. bis zum 4. Dezember 2018 fand im polnischen Katowice die 24. Weltklimakonferenz mit fast 200 teilnehmenden Ländern statt. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, welches bei der UN-Klimakonferenz im Jahr 2015 verabschiedet wurde. In Katowice galt es jetzt, zu entscheiden, wie die in Paris festgelegten Klimaziele umzusetzen sind.

Paris 2015

Als Nachfolge des Kyoto-Abkommens vereinbarten 196 UN-Mitgliedsstaaten auf der Pariser Klimakonferenz 2015 ein Übereinkommen zum Klimaschutz, in dem unterschiedliche Ziele festgelegt wurden: Unter anderem die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2° C, die Förderung geringerer Treibhausgasemissionen sowie die Regelung von Entschädigungen für klimabedingte Schäden. Weitere Ziele sind die Förderung der Klimaresistenz – das heißt die Anpassung von Landschaft, Landwirtschaft und Städten an die klimabedingten Veränderungen, die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen sowie finanzielle Unterstützung der Entwicklungsländer bei entsprechenden Maßnahmen.

Klimaschutz weltweit

Nach dreijähriger Verhandlungszeit und der Definition von konkreten Klimaschutzzielen in Paris, galt es im polnischen Katowice jetzt, konkrete Entscheidungen zur Realisierung dieser Ziele zu treffen und so den Klimaschutz aktiv voranzutreiben. Für einen weltweit transparenten Klimaschutz wird es ab 2024 verbindliche Mindeststandards zur Berichterstattung der Staaten über ihre Treibhausgasemissionen und andere Klimaschutzmaßnahmen geben. So soll sichergestellt werden, dass alle Staaten einen aktiven Beitrag zum Schutz des Klimas leisten. Der Erfolg der einzelnen Maßnahmen sowie die weltweiten Treibhausgasemissionen werden dann nach einheitlichen Standards gemessen und bewertet.

Erderwärmung begrenzen

Die Forderung, die Erderwärmung auf maximal 1,5°C zu begrenzen, beruht auf einem Bericht des Weltklimarates, der Anfang Oktober des vergangenen Jahres veröffentlicht wurde. Daraus geht hervor, dass eine Erderwärmung von mehr als 1,5°C verheerende Folgen – langanhaltende Dürreperioden, massive Stürme und Überschwemmungen sowie die existenzielle Bedrohung von Inselstaaten durch den Anstieg des Meeresspiegels – haben wird. Der Bericht wurde im Rahmen der Konferenz anerkannt – allerdings nicht zur offiziellen Handlungsgrundlage aller weiteren Maßnahmen erklärt. Auch die finanzielle Hilfe für Opfer der Erderwärmung bleibt nach den Verhandlungen unklar – es wurde zwar zur finanziellen Hilfe aufgerufen, wie diese sichergestellt werden soll, wurde jedoch nicht geklärt. 

Durch die regelmäßige Überarbeitung und Verbesserung von Klimaschutzbeiträgen aller Staaten, die ab 2020 im Abstand von fünf Jahren vorgelegt werden müssen, setzen die teilnehmenden Staaten allerdings auf eine stetige Weiterentwicklung und Optimierung des Klimaschutzes.