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Die dringend benötigte Energiewende sowie die Notwendigkeit der Verringerung von schädlichen Treibhausgasemissionen sind angesichts des immer weiter voranschreitenden Klimawandels seit langem Thema in Politik und Gesellschaft. Eine aktuelle Debatte in Deutschland kreist um die Einführung einer CO2-Steuer. In vielen anderen Ländern bereits Realität, soll die Besteuerung von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen dazu führen, umweltfreundliche Alternativen attraktiver zu machen und den Emissionsausstoß so zu verringern.

Regelmäßig stattfindende Klimakonferenzen thematisieren die Problematik des Klimawandels und die damit einhergehenden Folgen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft immer wieder – in Zusammenarbeit aller beteiligten Länder werden dort Ziele festgelegt, die dazu beitragen sollen, den Anstieg der globalen Temperatur zu verlangsamen beziehungsweise zu stoppen. Eine Umsetzung dieser Ziele findet jedoch in den meisten Fällen nicht in dem Maße statt, das für einen effektiven Umweltschutz notwendig wäre. In Deutschland wird deshalb jetzt die Einführung einer CO2-Steuer diskutiert.

Vorreiter Europas

Vorreiter für eine Steuer auf Treibhausgase sind Finnland, Polen, Norwegen, Schweden, Dänemark und Slowenien, die teilweise bereits seit den 1990er Jahren eine Abgabe auf CO2 und andere schädliche Emissionen erheben. In Deutschland werden Zahlungen für Treibhausgasausstoß bislang nur im Rahmen des europäischen Emissionshandels fällig. Unternehmen können hier sogenannte Emissions-Zertifikate kaufen, die dazu berechtigen, eine bestimmte Menge an CO2 oder anderen Treibhausgasen auszustoßen – die Zahl der verfügbaren Zertifikate ist europaweit festgelegt. Eine steuerliche Abgabe auf fossile Energieträger wie in anderen Ländern gibt es in Deutschland jedoch bisher nicht.

Finanzspritze für den Klimaschutz

Dass der Klimawandel Geld kostet ist unbestreitbar – das gilt sowohl für die durch den Klimawandel entstehenden Schäden als auch die Förderung umweltfreundlicher Technologien. Die Einführung einer CO2-Steuer soll unter anderem dazu dienen, den Preis für die Zerstörung des Klimas sichtbar zu machen. Der sowohl für Privatpersonen, kleine Gewerbe als auch große Industrieunternehmen gültige erhöhte Preis für Benzin, Diesel, Erdgas und Heizöl soll einen Anreiz bieten, auf klimafreundlichere Varianten für Strom, Heizung und Mobilität umzusteigen und so gegen die immer weiter ansteigende globale Erwärmung anzusteuern. Durch die Einnahmen sollen außerdem neue, klimafreundliche Technologien gefördert sowie Klimaschutzmaßnahmen finanziert werden – die Hoffnung: eine Öffnung und Erweiterung des Markts für hocheffiziente und treibhausgasarme Technologien und ein aktives Vorantreiben der Erreichung der Klimaziele.