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Der Weg ist das Ziel: Als Teil einer weltweiten Bewegung ist Deutschland in Sachen Energiewende derweil mittendrin im Wandel. Das Ende der fossilen Ära ist bereits eingeleitet und erneuerbare Energien werden immer attraktiver und konkurrenzfähiger gegenüber konventioneller Stromerzeugung. Doch wie sieht es an der Spitze aus: Von dezentralen Energielösungen, über Sharing Economy und E-Mobilität bis hin zur digitalen und vernetzten Energiezukunft – was steckt genau hinter den Trends der neuen Energiewelt und welche Vorteile bringen sie im Hinblick auf die Energiewende wirklich mit sich?

 

Energiewende und Energiezeitalter – Deutschland kehrt veralteten und vor allem klimaschädlichen Technologien den Rücken und entwickelt neue Alternativen, um sich langfristig und nachhaltig für die Zukunft zu wappnen. Neben dem Bau neuer Anlagen, der Erweiterung der Netze und dem Anpassen der Infrastruktur, begleiten diese Mission auch so einige Spitzentrends der neuen Energiewelt, die dazu beitragen, die langfristigen Ziele der Energiewende zu erreichen:

 

1. Die Energiezukunft ist dezentral

Die Energieversorgung mit Solar, Speicher und Co. ist auf dem Vormarsch. Weg von der zentralen Energieproduktion in weit entfernten Großkraftwerken, mit langen Transportwegen und negativen Einflüssen auf die Umwelt. In der neuen Energiewelt heißt es, vom Stromkonsumenten zum Stromproduzenten zu werden: Energie einfach selber machen, speichern und sparen – der Spitzentrend der Energiewende Strom und Wärme dort zu erzeugen, wo sie auch gebraucht werden, ist effizient und klimaschonend zugleich. Das macht auch dezentrale Energienetze immer bedeutender, denn Strom wird lokal verteilt und Überschüsse und Engpässe werden ausgeglichen.

 

2. Teilen ist das neue Haben

Der Megatrend der Sharing Economy kristallisiert sich immer mehr zum nachhaltigen Modell der Zukunft. Von Carsharing, über Apartment-Sharing bis hin zu Foodsharing, in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens ist die Wirtschaft des Teilens bereits stark etabliert. Die Idee hinter Sharing is Caring ist simple: Anstatt Dinge zu besitzen werden sie geteilt, getauscht, geliehen oder verschenkt. Mit steigendem Umweltbewusstsein steht vor allem das Klima als Hauptmotivator, vor dem wirtschaftlichen Nutzen, im Vordergrund. So sorgt das Teilen dafür, dass weniger neue Produkte gekauft und somit produziert werden, sodass Ressourcen wie Material oder Energie eingespart und Emissionen verringert werden können. Auch die Lebensdauer der Gegenstände und Produkte wird um einiges verlängert, was wiederrum weniger Abfälle produziert und einen weiteren positiven Effekt aufs Klima hat. Praktisch, wirtschaftlich und nachhaltig – diese Kombination lässt den Trend der Sharing Economy immer weiterwachsen.

 

3. Mit der Verkehrswende zur E-nergiewende

E-Auto? E-Bike? E-Bus? Emissionsfreies Fahren bedeutet nicht nur keinen CO²-Ausstoß, sondern auch eine nahezu lautlose Fortbewegung. Ökologisch und ökonomisch zukunftsorientiert, strebt der Ausbau der E-Mobilität nach einer Alternative zu herkömmlicher Mobilität und einer Reduktion der Luftverschmutzung. Mit dem Ausbau von Ladestationen und der fortschreitenden technischen Entwicklung in Kombination mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen sind die neuen Mobilitätskonzepte ein Kernbestandteil für nachhaltige und smarte Städte und deren Bewohner.

 

4. Die Energiezukunft ist digital

Die Welt ist im Wandel: Mit Internet, Smartphone und Co. ist die Welt so vernetzt wie nie zuvor. Auch die Energiebranche wird maßgebend durch die zunehmende Digitalisierung beeinflusst. Schon jetzt können moderne Technologien exakt das Energieangebot und den tatsächlichen Energiebedarf ermitteln. Datenverarbeitung und automatische Prozesse ermöglichen einen effizienteren Umgang mit Strom über Smartphones und Computer und die Leistungen der Batteriespeicher werden vergrößert. In Zukunft gilt es die vorhandenen Energielösungen effizient und intelligent mit digitaler Technik zu verbinden: Speicher, Biogasanlagen, flexible Verbraucher bis hin zu intelligenten Netzen. Auch die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien ließe sich bündeln und als virtuelles Kraftwerk genauso verlässlich Strom liefern, wie ein Konventionelles. Die Digitalisierung kann das gesamte Energiesystem effizienter machen, dieser Schritt ist notwendig, um die Energiewende vollumfänglich zum Erfolg zu führen.