Um den eigenen Stromverbrauch effektiv zu senken, ist es wichtig, diesen genau zu kennen und zu wissen, welche Geräte besonders viel Strom verbrauchen. Vor allem im Stand-by-Betrieb wird häufig unnötig viel Strom verbraucht. Intelligente Stromzähler, sogenannten Smart Meter, entlarven solche Stromfresser und ermöglichen detailgenaue Rückschlüsse auf den eigenen Verbrauch sowie Sparpotenziale.
Hinter dem Begriff Smart Meter verbirgt sich eine Kombination aus digitalem Stromzähler und Kommunikationsmodul. Der Zähler sammelt und dokumentiert laufend die aktuellen Verbrauchswerte und wertet diese aus. Auch Geräte ohne Netzstecker wie zum Beispiel Elektroherde werden dabei erfasst. Das Kommunikationsmodul übermittelt die entsprechenden Daten dann an den Verbraucher. So kann der eigene Stromverbrauch auf dem Handy, dem Tablet oder dem PC beinahe in Echtzeit beobachtet werden und Rückschlüsse auf den Stromverbrauch einzelner Geräte gezogen werden. Eine große Hilfe beim effektiven Strom sparen: Denn dank konkreter Verbrauchsinformationen spart man garantiert nicht mehr am falschen Ende. Ein weiterer Vorteil: Dank automatischer Datenübermittelung muss der jährliche Stromverbrauch nicht mehr manuell abgelesen werden – denn die Daten werden nicht nur dem Verbraucher, sondern auch dem Netzbetreiber direkt übermittelt.
Grundlast senken
Neben den Einzelverbräuchen von Waschmaschine, Heizungspumpe und Co. ermitteln Smart Meter auch die Grundlast eines Haushalts. Dieser Wert beschreibt den stetigen Stromverbrauch, der durch Geräte entsteht, die nie ausgeschaltet, sondern im Stand-By-Modus bleiben. Diese Grundlast treibt vor allem bei veralteten Geräten den Stromverbrauch in die Höhe – kann aber durch bewusstes Ausschalten der Geräte deutlich gesenkt werden.
Digitale Vernetzung
Bis zum Jahre 2032 soll jeder Haushalt mit einem Smart Meter ausgestattet sein – für Unternehmen sind die intelligenten Stromzähler bereits seit den 1990er Jahren im Einsatz. Denn neben konkreten Einsparungen kann die intelligente Nutzung auch zu einer besseren Auslastung des Stromnetzes sowie gezieltem Energieeinsatz zu besonders günstigen Zeiten beitragen. In einem digital vernetzen Haushalt, einem sogenannten Smart Home, können so in Zukunft elektrische Geräte automatisch an- und ausgeschaltet werden – beispielweise dann, wenn der Strom gerade besonders günstig ist oder mithilfe einer Photovoltaik-Anlage gerade viel Strom produziert wird. Dank Datenübertragung an das zuständige Energieversorgungsunternehmen, sind diese in der Lage die Netzauslastung so effektiv wie möglich zu gestalten und so ebenfalls zu einer optimierten Nutzung der Ressourcen wie Energie, Erd- und Fernwärme, Nutz- und Trinkwasser beizutragen.