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Extremwetter durch Klimawandel: Höchsttemperaturen, Starkregen oder Dürren – extreme Wetterphänomene treten immer häufiger auf und das mit gravierenden Folgen. Die klimatischen Veränderungen erfordern neue Konzepte und Maßnahmen Städte vor Überflutungen, Überschwemmungen oder Überhitzung und sinkenden Grundwasserständen zu schützen. Sogenannte Schwammstädte sollen helfen. Doch was steckt hinter diesem Konzept und wie zukunftsfähig sind die baulichen Maßnahmen wirklich?

Mit Grün gegen Hitzewelle, Starkregen und Co! Immer heißere Sommer und Überflutungen durch zunehmend stärkere Unwetter setzen Ballungsräumen zu und zwingen Städte zu Anpassungen. Eine smarte Lösung ist gefragt, die gleichzeitig mehrere Klimaextreme bekämpfen soll: Die Rede ist von sogenannten Schwammstädten. Der Begriff Schwammstadt oder Sponge Cities stammt aus der Stadtplanung und fasst Klimaanpassungsmaßnahmen zusammen, um die Klimaresilienz von Städten zu erhöhen. Zu den planerischen Maßnahmen zählen beispielsweise die Begrünung von Dächern, Baum-Rigolen, Rasenmulden und vieles mehr.

Klimatrend: Grüne Städte

Wasser aufnehmen wie ein Schwamm: die Idee von Schwammstädten stammt ursprünglich aus Asien und den USA. Als Maßnahme gegen starke Wetterphänomene als Folge des Klimawandels werden Sponge Cities auch in Europa immer populärer. Die Idee Regenwasser in Städten lokal aufzunehmen und zu speichern, anstatt es zu kanalisieren und abzuleiten soll Überflutungen durch Starkregen vermeiden, zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen und die Gesundheit von Bäumen fördern.

Das Problem: Durch den hohen Grad der Flächenversiegelung in Städten wird das meiste Regenwasser über die Kanalisation abgeleitet. Bei Starkregen müssen hohe Abflussmengen transportiert werden, die bei Überlastung des Kanalnetzes zu Sturzfluten und Überschwemmungen führen können. Bei langanhaltender Trockenheit heizen die versiegelten Flächen wie Beton-, Stahl- und Glasfassaden die Städte zusätzlich auf, ohne dass verdunstendes Wasser für Kühlung sorgen kann. Das Konzept von Schwammstädten soll helfen Regenwasser dort zwischenzuspeichern, wo es anfällt – helfen kann hier der Ausbau versickerungsfähiger Verkehrsflächen wie Pflaster, Mulden, Rigolen und urbane Grünflächen. Durch die Elemente der grünen Infrastruktur zum Beispiel Bäume, Fassaden- oder Dachbegrünung können Anteile des Wassers verdunsten und so zur Kühlung beitragen oder versickern und die Kanalisation entlasten.

Zukunfts-Konzept für Städte: Schwammstädte

Mehr Grün in den Städten ist eines der wichtigsten Prinzipien für die Anpassung an den Klimawandel und die daraus resultierenden Klimaveränderungen. Der steigende Bedarf an Parks und Freiflächen führt allerdings bereits jetzt schon zu Konflikten mit dem Ausbau zukünftiger Wohnflächen in bereits eng besiedelten Großstädten. Ideen, Technik und Technologien, um Städte vor Starkregen und Co. zu schützen sind durchaus vorhanden, wie zukunftsfähig die Umsetzung der Maßnahmen sind, wird sich mit Ausbau der Städte nach und nach zeigen.