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PV-Anlagen, Blockheizkraftwerke oder Wärmepumpen – die Bandbreite der Techniken zur energieeffizienten Wärme- und Stromproduktion ist groß. Für einen nachhaltigen und umweltfreundlichen Lebensstil gibt es aber neben dem Heizungsmarkt noch viele andere Bereiche, die für eine Welt mit weniger Treibhausgasemissionen von Bedeutung sind. Ständig werden neue Technologien, Anwendungen und Konzepte entwickelt, mit denen wir unsere Umwelt nachhaltig schützen können. So zum Beispiel in Amsterdam: Hier gibt es den ersten Solar-Radweg der Welt. Wir werden einen Blick über den Tellerrand.

Radweg als Stromproduzent
Das Projekt ist bisher einzigartig: Seit 2014 gibt es in Amsterdam den weltweit ersten Solar-Radweg. Betonmodule mit darin enthaltenen Solarzellen und eine besonders stabile Glasschicht bilden die 100 Meter lange Straße, die Strom für drei Haushalte liefert. Das funktioniert genau wie bei einer Solaranlage auf dem Dach: Das einfallende Sonnenlicht wird über die Oberfläche aufgenommen und direkt in Elektrizität umgewandelt. Diese wird dann in den anliegenden Haushalten für die Bereitstellung von Wärme und heißem Wasser genutzt.

Elektrisch betriebene Fahrzeuge könnten in der Zukunft mit Hilfe dieser Energie direkt über die Straßenoberfläche selbst aufgeladen werden. Ein weiteres Zukunftsszenario: Die von der Straße produzierte Energie wird, wenn sie gerade nicht benötigt wird, in intelligenten Straßenleuchten gespeichert. Diese dienen dann wiederum als Ladestation für Elektrofahrzeuge.

E-Mobilität auf dem Vormarsch
Die Zukunft gehört den Elektroautos – denn mit Strom angetriebene Autos sind die beste Chance, auch im Verkehrssektor Nachhaltigkeit zu realisieren und schädliche Treibhausgasemissionen zu verringern. Die Entwicklung schreitet auch hier immer weiter voran. Elektronisch betriebene Fahrzeuge könnten in der Zukunft zusätzlich auch direkt als Stromspeicher genutzt werden – überschüssig produzierter Strom wird dann zur späteren Verwendung direkt in den Fahrzeugen zwischengelagert.

Nachhaltiger Lebensstil
In fast jedem unserer Lebensbereiche hinterlassen wir Spuren in Form von schädlicher CO2-Produktion – und das oft ohne es zu merken. So entstehen beispielsweise bei der Produktion eines einfachen Baumwollshirts circa 11 kg CO2. So kann man auch beim Einkaufen mit nachhaltig und fair produzierter Kleidung einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Neben unserer Kleidung ist unsere Ernährung für einen deutlichen Teil der Treibhausgasemissionen verantwortlich – circa 1/5 der Gesamtmenge. Mit Greentable wird nachhaltiges Essen leicht gemacht. Die App funktioniert wie eine Suchmaschine – nur eben für Restaurants, die besonderen Wert auf eine gute Ökobilanz der Lebensmittel legen. Auch wer auf den Kult gewordenen Kaffee-to-Go Becher verzichtet, kann die Umwelt schützen. Denn in Deutschland werden pro Jahr schätzungsweise 2,8 Milliarden Wegwerfbecher verbraucht – das entspricht einer CO2-Produktion von über 100.000 Tonnen.

Technologie der Zukunft: Smart Meter
Die Technologie gibt es schon – bis sie den Weg in alle Haushalte gefunden hat, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit: Smart Meter. Die intelligenten Stromzähler geben einen genauen Überblick über den Stromverbrauch und welches Gerät wieviel Strom benötigt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die größten Stromfresser kommen nur noch dann zum Einsatz, wenn gerade viel Strom im Netz vorhanden ist. Voraussetzung dafür ist natürlich die Eigenproduktion von Strom mit regenerativen Energien. Die Stromzähler sind zudem in der Lage, Geräte wie beispielsweise die Waschmaschine automatisch einzuschalten, wenn gerade viel Strom produziert wird.