Heiz-Alternative Nahwärme. Die Wärmewende ist eine komplexe Angelegenheit auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft. Als effiziente und klimafreundliche Alternative zu klassischen Gas- und Ölheizungen bieten Nahwärmenetze die Möglichkeit, mehrere Gebäude mit nur einer Heizzentrale zu versorgen. Wohnsiedlungen und kleinere Stadtteile können so komfortabel und kostengünstig mit Wärme beliefert werden. Doch wie funktioniert das Prinzip der Nahwärme und wie nachhaltig ist diese Art des Heizens wirklich?
Effizient vernetzte Wärme: Als Nahwärme bezeichnet man die Belieferung von Gebäuden über ein Wärmenetz mit einem zentralen Heizkraftwerk. Anders als Fernwärmenetze sind Nahwärmeleitungen selten länger als einen Kilometer – sie eignen sich also ideal zur Wärmeversorgung von Wohnsiedlungen und einzelnen Stadtteilen. Aufgrund der geringen Distanz entstehen beim Transport der Wärme kaum Energieverluste – das spart Kosten und CO2. Für das Heizen mit Nahwärme kommen zahlreiche klimafreundliche Heiztechnologien infrage, beispielsweise Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen, Holzpellet-Heizungen oder Solarthermie.
Heizen mit Nahwärme: So funktioniert‘s
Nahwärmenetze kommen heute oft in Wohnquartieren und Siedlungen zum Einsatz. Über ein Netz, bestehend aus Heizzentrale, Verteilnetz und Hausübergabestationen, werden mehrere Abnehmer in verschiedenen Gebäuden mit Wärme für Heizung und Warmwasser versorgt. Die in der Zentrale erzeugte Wärme wird über gedämmte Rohrleitungen zu den angebundenen Gebäuden verteilt und an die Warmwasser-Heizanlage des Hauses übergeben. Die Leitungen sind, anders als bei Fernwärmenetzen, meist nicht länger als ein Kilometer – so werden Energieverluste beim Transport der Wärme vermieden. So werden Energiekosten und CO2-Ausstoß gleichermaßen gemindert.
Das Heizen mit Nahwärme ist bezüglich des Komforts wohl die einfachste Art unter den Heiztechniken. Die Wärme zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung kommt gebrauchsfertig zum Kunden und es wird lediglich eine einzige Heizanlage zur Versorgung eines ganzen Quartiers benötigt. Diese wird meist in einem Kellerraum in einem der Gebäude platziert. In den übrigen Objekten sind weder ein Heizraum noch ein Lagerraum für Brennstoffe notwendig – bei Neubauten kann zudem auf Kamin und Schornstein verzichtet werden. Für die Technik wird nur wenig Platz benötigt, da die Übergabestationen mit dem Wärmemengenmesser überaus kompakt sind. Ebenfalls praktisch: Die Wärmetauscher arbeitet nahezu wartungsfrei und sparen so effektiv Kosten ein.
Grüne Nahwärme?!
Nahwärme lässt sich mit zahlreichen verschiedenen Heiztechniken erzeugen – je nach Energieträger ist die Wärme mehr oder weniger nachhaltig. Moderne Nahwärmenetze sind häufig hybrid aufgebaut: So wird ein großer Anteil der benötigten Energie durch regenerative Energiequellen gedeckt. Zum Einsatz kommen hier beispielweise Blockheizkraftwerke, die neben Wärme auch Strom produzieren. Eine weitere verbreitete Heiztechnologie für Nahwärme sind Pellet-Heizungen – die umweltfreundliche Heiztechnik eignet sich vor allem in ländlichen Gebieten, in denen Holzpellets aus der eigenen Region genutzt werden. Besonders klimafreundlich ist auch die Erzeugung von Nahwärme mit einer Wärmepumpe: Sie nutzt die thermische Energie aus Luft, Erde oder Wasser und wandelt sie in nutzbare Heizwärme um. Wird die Wärmepumpe mit Strom aus einer Photovoltaikanlage betrieben, ist die Nahwärme zu 100 Prozent klimaneutral. Auch die Nahwärmeerzeugung mittels Solarthermie wartet mit einer positiven CO2-Bilanz auf.
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