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Die Städte wachsen, natürliche Grünflächen weichen und die Emissionen steigen – ein gefährlicher Kreislauf auf dem Weg das Klima nachhaltig zu schützen. Gerade in der Stadt wird das Thema Umweltschutz und das allgemeine Umdenken immer wichtiger: Denn die Masse macht’s! Jeder kann dazu beitragen den eigenen ökologischen Fußabdruck nachhaltig zu reduzieren, wie immer beliebter werdende Bewegungen eindrucksvoll zeigen: Nach Urban Gardening folgt nun Indoor-Farming. Doch was hat es mit dem grünen Großstadttrend auf sich und welche positiven Effekte lassen sich mit dem Eigenanbau überhaupt erzielen?

Drinnen ist das neue Draußen! Nachdem im Zuge der Bewegung des Urban Gardenings öffentliche sowie private Flächen wie Verkehrsinseln, Dächer und Balkone begrünt wurden, werden beim Anbautrend des Indoor Gardenings Fensterbänke, Nischen und ungenutzte Kellerräume mit Nutzpflanzen bepflanzt. Dabei gibt es viele Möglichkeiten das Grün von draußen in die eigene vier Wände zu holen, denn diverse Gemüsesorten und Kräuter sind perfekte Zimmerpflanzen.

 

Indoor-Farming im Großstadtdschungel

Balkon und Garten sind im Großstadtdschungel rar, umso besser, dass die neue Trendbewegung sich ausschließlich auf den Innenbereich fokussiert. Vom Pflücksalat auf der Fensterbank bis hin zur Kräuterwand in der Küche, sind dem Anbau von Gemüse und Kräutern in den eigenen vier Wänden keine Grenzen gesetzt. Neben einem guten Standort der Pflanzen wachsen Rucola, Radieschen und Co. entweder in diversen Eigenkonstruktionen oder man bedient sich fertigen Komplettsets mit smartem Licht sowie spezieller Bewässerungstechnologie, die den Grünpflanzen beim Wachsen helfen. Mit diesen Komplettsets bedarf es keinen grünen Daumen oder handwerkliches Geschick, um sich den Traum vom Indoor-Garten zu erfüllen.  

 

Vorteile von Indoor Farming

Effizient und platzsparend – Die Trendbewegung des Indoor-Farmings bringt viele kleine und große positive Effekte mit sich. Zum einen sind Gemüse und Kräuter aus dem heimischen Indoor-Gemüsebeet frei von chemischen Zusätzen wie Pestiziden, zum anderen unterstützt der Eigenanbau regionalen und lokalen Konsum, je nach Herkunft der Saatlinge. Auch wenn es um die Saisonalität der Nutzpflanzen geht, besteht das gesamte Jahr über die Möglichkeit frische Kräuter und Gemüsesorten zu ernten ohne abhängig vom Angebot der Supermärkte zu sein. Wer einmal investiert, profitiert außerdem langfristig von seinem Preisvorteil – denn selber züchten ist nachhaltiger und günstiger als ständig neu kaufen.

Dabei bietet der Trend großes Potenzial weit über die Indoor-Beete der Privathaushalte hinaus zu wachsen. So könnte nicht nur die stetig wachsende Weltbevölkerung effizienter ernährt, sondern auch der CO2-Ausstoß stark reduzieren werden. Denn Indoor Farming geht oft Hand in Hand mit Vertical Farming. Hier werden im Gegensatz zum herkömmlichen Anbau auf Feldern im Freien mehrere Ebenen übereinander bepflanzt. Der Vorteil: Mehr Ertrag auf weniger Grundfläche. Außerdem lassen sich Gemüse und Kräuter auch dort anbauen, wo die natürlichen Bedingungen das eigentlich verhindern. Dies könnte auch dem Planeten zu Gute kommen, da die Lebensmittel direkt dort angebaut werden, wo auch die Verbraucher sitzen und lange Transportstrecken entfallen. Hinsichtlich globaler Herausforderungen und städtischer Defizite wie Ernährungskrisen, Umweltproblemen oder mangelnden Freiräume könnte dieser Trend durchaus im großen Stil Lösungsansätze bieten.