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Steht eine neue Heizung an, schwanken viele Hausbesitzer zwischen fossilen und erneuerbaren Energieträgern. Fossile Träger zählen als erprobt und zuverlässig sicher, erneuerbare Energien hingegen als zukunftweisend und umweltfreundlich – keine leichte Entscheidung, vor allem bei aktuell steigenden Gas- und Öl-Preisen. Zweigleisig Heizen lautet oft die Lösung. Doch für wen eignet sich die kombinierte Heizkraft und wie effizient arbeiten verschiedene Hybridheizung wirklich?

Doppelt hält besser! Die Vorteile bewährter Heizsysteme stehen dem Heizen mit erneuerbaren Energien und somit einem Beitrag zur Energiewende gegenüber. Hybridheizungen kombinieren die besten Eigenschaften aus mindestens zwei Energieträgern und sorgen gleichzeitig für ausreichend Wärme und Warmwasser zu jeder Jahreszeit.

Was ist eine Hybridheizung?

Volle Speicherkraft voraus! Das Grundprinzip einer Hybridheizung ist simple: Mehrere Wärmequellen werden in einer Anlage verbunden. Fossile Energieträger wie Öl oder Gas können mit erneuerbarer Energie in einer platzsparenden Einheit leicht kombiniert werden. Je nach Bedarf speisen die verschiedenen Heiztechniken Wärme in die Leitungen und den gemeinsam genutzten Wärmespeicher ein. Die Funktionsweise der Hybridheizung gewährleistet dabei, dass automatisch die ökologischste oder wirtschaftlichste Energiequelle gewählt wird. So arbeitet jede Heizungskomponente immer im optimalen Bereich, also genau dann, wenn die Wärme am effizientesten erzeugt werden kann. Während zum Beispiel ganzjährig umweltfreundliche aber schwankend auftretende regenerative Energien für niedrige Heizkosten sorgen, gewährleisten die konventionellen Heizsysteme wie Gas- oder Ölheizungen Sicherheit und Komfort und springen ein, sofern die Energie aus regenerativen Quellen einmal knapp werden sollte.

Kombinierte Heizkraft effizient nutzen

Die Kombination fossiler und erneuerbarer Energieträger ermöglicht der Hybridheizung die Vorteile verschiedener Systeme effizient miteinander zu verbinden. Hybride Heizsysteme eignen sich sowohl für den Neubau als auch für die energetische Sanierung in Bestandsgebäuden.

Doch während grundsätzlich jede Kombination aus Umweltwärme (Wärmepumpe), Solarthermie, Holz, Gas, Öl oder Strom möglich ist, sind aus ökologischer und ökonomischer Sicht nicht alle Kombination in der Praxis für Eigenheimbesitzer sinnvoll. Zu den am häufigsten genutzten Hybridheizungen zählen die Kombination aus Gas-/Ölkessel und Wärmepumpe, Pelletheizung und Solarthermie als auch das Zusammenspiel aus Gas-/Ölkessel und Solarwärme.

Hybridheizung Gas-/Ölkessel und Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nutzt die Umweltenergie, die in Luft, Erde oder Grundwasser gespeichert ist, für die Heizung und Warmwasserbereitung. Dafür wird Strom als Antriebsenergie benötigt. Die am weitesten verbreitete, sowie günstigste Variante sind Luft-Wärmepumpen. Sie tragen bei bivalenten Wärmepumpen-Systemen die Grundlast der Wärmeversorgung. Die Gas-Brennwertheizung übernimmt hingegen erst, wenn es für die Luft-Wärmepumpe draußen zu kalt ist, um effizient zu arbeiten. Diese Kombination ist überwiegend im Neubau in Niedrigenergiebauweise sinnvoll und besonders effizient.

Hybridheizung Pelletheizung und Solarthermie

Eine beliebte Kombination für Hybridheizungen sind Pellets und Solarthermie. Diese Lösung ist interessant, wenn z.B. kein Gasanschluss vorhanden oder möglich ist. Die Pelletheizung übernimmt hier die Hauptlast im Winter sowie in der Übergangszeit. Die Solarthermieanlage sorgt im Sommer für Warmwasser. Im Winter kann sie zur Heizungsunterstützung hinzugezogen werden.

Hybridheizung Gas-/Ölkessel und Solarwärme

Die im Grunde einfachste und am weitesten verbreitete Einbindung erneuerbarer Energien in die Wärmeversorgung besteht bei der Installation neuer Gas- oder Ölheizungen mit Brennwerttechnik in der Kombination mit einer thermischen Solaranlage. Die durch Sonnenkollektoren umgewandelte Wärme lässt sich zur Trinkwassererwärmung und – bei größeren Anlagen – auch zur Heizungsunterstützung nutzen. In den Sommermonaten versorgt die Solarthermie den Haushalt oft allein mit Warmwasser, die Gas- oder Ölheizung übernimmt, wenn die Kraft der Sonne nicht mehr ausreicht. Diese Hybridheizung ist sowohl für Neubauten als auch für die Heizungssanierung sehr gut geeignet.

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