german contract und EnergieAgentur.NRW informieren

Als klimaneutrale Heizmethode sind Holzpelletanlagen eine ausgezeichnete Wahl, wenn es um die Wärmeversorgung öffentlicher Gebäude geht. Unter dem Titel „Pellets machen Schule“ luden daher der deutschlandweit tätige Contracting-Dienstleister gc Wärmedienste GmbH (german contract) und die EnergieAgentur.NRW kommunale Vertreter ein, um gemeinsam über das Thema Holzpellet-Großanlagen im kommunalen Klimaschutz zu informieren. Der Contracting Spezialist verfügt bereits über reichlich Erfahrung mit dem Thema: Unter anderem an gleich sechs Neusser Schulen sorgt er für ein angenehmes (Lern-)klima durch Holzpelletanlagen.

Es gibt einige gute Gründe, warum das Heizen mit Holzpellets eine echte Alternative zu fossilen Brennstoffen ist. Zum einen kann das Heizen mit Biomasse aus finanzieller Sicht durchaus lohnenswert sein, denn Holzpellets sind seit Jahren günstiger als fossile Brennstoffe und halten ein stabil niedriges Niveau. Grund dafür ist das durchgängig hohe Holzangebot für die Produktion. Zum anderen sind Holzpellets weitaus umweltfreundlicher als viele andere Energieträger: Die zylinderförmigen Pellets werden aus trockenem naturbelassenem Restholz – etwa Sägemehl oder Hobelspänen − hergestellt, das unter sehr hohem Druck und ohne die Hilfe chemischer Bindemittel gepresst wird. Daher verbrennen sie nahezu klimaneutral und sind somit sehr interessant für die kommunale Energiepolitik. Auch die Stadt Neuss setzt bereits seit einigen Jahren bei zahlreichen Schulen im Stadtgebiet auf die kleinen runden Presslinge.

Ein überzeugendes Argument

Bereits vor rund sieben Jahren begleitete, plante und realisierte german contract den Einbau einer der größten Holzpelletanlagen Nordrhein-Westfalens im Neusser Schulzentrum Südstadt und unterstützte so die Stadt Neuss beim Einstieg in die klimafreundliche Beheizung ihrer öffentlichen Gebäude mit Biomasse. Zwei Pelletkessel mit 300 und 500kW ersetzten eine in die Jahre gekommene Gas-Brennwertanlage und bewirken seitdem eine Einsparung von rund 378 Tonnen Kohlendioxid im Jahr. Ein überzeugendes Argument für die Stadt Neuss, weshalb im vergangenen Jahr eine weitere Anlage – wieder in Zusammenarbeit mit german contract – folgte: das Schulzentrum an der Weberstraße. Im Anschluss an verschiedene Fachvorträge rund um Planung, Finanzierung und den Betrieb von Holzpelletanlagen konnten sich die rund 50 Teilnehmer selbst ein Bild von diesem Projekt machen. Experten von german contract und dem zuständigen Fachhandwerksbetrieb, der Döpik Energietechnik GmbH, erklärten die Anlage direkt vor Ort und beantworteten Fragen. Das Nelly-Sachs-Gymnasium und die Friedrich-von-Bodelschwing-Grundschule, die gemeinsam das Schulzentrum bilden, werden seit dem vergangenen Jahr über ein Kaskaden-Holzpellet-Heizsystem mit Wärme versorgt.Drei Pelletkessel mit jeweils 300 kW der Firma Heizomat, ein erdgasbetriebener Brennwert-Kessel mit 285 kW als Spitzenlastkessel sowie acht separat ansteuerbare Pufferspeicher mit jeweils 1.500 Litern Fassungsvermögen wurden in der Heizzentrale im Keller der Grundschule verbaut und heizen eine Gesamtfläche von rund 12.000 Quadratmetern. Aus Platzgründen wählte man eine Kaskaden-Schaltung mit drei kleineren Kesseln. „Diese Lösung hat auch einen Sicherheitsvorteil“, weiß Roland Gilges, Geschäftsführer von german contract. „Wenn eine Anlage einmal ausfallen sollte, können die anderen die Grundlast weiter tragen.“ Doch auch wenn eine Störung vorliegen sollte, wird german contract dank Fernüberwachung umgehend informiert und kann so zeitnah Gegenmaßnahmen einleiten. Ein ehemaliger Kohlebunker wurde zum Pelletlager mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 40 Tonnen umgebaut. Die erzeugte Wärme wird über eine vorhandene Nahwärmeleitung in das nahegelegene Gymnasium transportiert. Die Bilanz nach rund einem Jahr kann sich sehen lassen: Über 342 Tonnen CO2 konnten die Schulen gegenüber dem alten Heizsystem bereits einsparen.

Info: Contracting

„Contracting“ ist seit den neunziger Jahren in Deutschland bekannt. Kern dieses Angebots ist die professionelle Wärmeversorgung gegen Zahlung eines monatlichen Entgeltes. Das Angebotsspektrum der bundesweit tätigen Contracting-Unternehmen reicht von der Installation einer neuen Heizung, bei der man die freie Wahl zwischen den verschiedenen Energieträgern hat, bis hin zum Weiterbetrieb vorhandener Anlagen. german contract, eines der führenden Unternehmen im Contracting-Markt, bietet seinen Kunden bei allen Lösungen eine 15-jährige Garantie, die einen umfassenden Service, bestehend aus Wartungen, Reparaturen und einem 24-Stunden-Notfalldienst einschließt. Bei einer Größe ab 50 kW werden die Anlagen zudem fernüberwacht. In letzter Zeit entscheiden sich neben Privatleuten verstärkt Hotelbesitzer, Gastro-nomen und kommunale Einrichtungen für die professionelle Wärmeversorgung ihrer Objekte, da sie auf diesem Wege modernste Heiztechnik ohne eigene Investitionen erhalten. So gewinnen sie mehr finanziellen Handlungsspielraum für andere Bereiche ihres Geschäfts – in Zeiten eines immer stärker werdenden Wettbewerbs ein wichtiger Vorteil.