Wasserstoff am Horizont! Der Bedarf an erneuerbaren Energiequellen ist so groß wie nie. Ein nachhaltiges System wird benötigt, um fossile Brennstoffe mit ihren CO2-Emissionen langfristig zu ersetzen und die Klimaziele bis 2050 zu erreichen. In den letzten Jahren haben sich die Weichen im Heizungsmarkt deutlich erkennbar auf Erneuerbare Energien gestellt. Dieser Trend wird weiter ausgebaut: Neben Hybriden Technologien und dem Einsatz von Sonnenkraft gilt Wasserstoff als Schlüsselelement. Doch was hat es genau mit dem Green Deal auf sich und wie funktioniert das Heizen mit Wasserstoff als Energieträger der Zukunft?
Beim sogenannten Green Deal handelt es sich um eines der wichtigen Zukunftsthemen im Bereich Energie mit dem Ziel, die Netto-Emissionen von Treibhausgasen in der Europäischen Union bis 2050 auf null zu reduzieren und somit als erster Kontinent klimaneutral zu werden. Im Vordergrund stehen u.a. Lösungen und Systeme, die einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Die Heizungsindustrie bietet dazu umfangreiche Lösungen. Immer interessanter werden dabei auch Gas-Brennwertheizungen, die bereits Beimischungen von Wasserstoff verwerten können (H2-ready).
Energieträger Wasserstoff
Wasserstoff ist ein natürliches chemisches Element, welches auf der Erde in nahezu unbegrenzten Mengen vorhanden ist. 14-mal leichter als Luft, verbrennt Wasserstoff CO2-frei und ist weder selbstentzündend, ätzend noch radioaktiv. Um reinen Wasserstoff zu gewinnen, werden wasserstoffreiche Ausgangsstoffe wie Erdgas, Biomasse oder Wasser mit Hilfe von chemischer, elektrischer, thermischer oder solarer Energie abgespalten. Vor allem der durch regenerative Energie gewonnene grüne Wasserstoff gilt für das Ziel der Klimaneutralität als Schlüsseltechnologie. Das hat gute Gründe: Zum einen wird er emissionsfrei erzeugt, kann sicher transportiert, gespeichert und gehandelt werden. Er ist flexibel als Energieträger und als Rohstoff einsetzbar und kann zum Beispiel auch zu Erdgas beigemischt werden.
Heizen mit Wasserstoff
Die Wasserstofftechnologie wird im Wärmemarkt noch als Nischenprodukt gehandelt, dennoch entwickelt sie sich vielversprechend. So gilt grüner Wasserstoff als wichtige Ergänzung neben Strom und erneuerbaren Energieträgern, um den Gebäudesektor in Sachen Wärmeversorgung klimaneutral zu machen.
Würde zukünftig bei der Gebäudebeheizung ausschließlich auf Strom für den Betrieb von Wärmepumpen oder anderen Heiztechnologien gesetzt, wäre u.a. mit einem teuren Ausbau der Stromnetze zu rechnen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Für Wasserstoff hingegen, können die bestehenden Gasnetze genutzt werden. Hinzu kommt: Wasserstoff kann praktisch sofort zur deutlichen Verringerung der Treibhausgas-Emissionen beitragen, denn bereits die Einspeisung von rund 20 Prozent Wasserstoff in die Erdgasnetze würde den CO₂-Ausstoß um etwa 7 Prozent reduzieren – Jahr für Jahr. Ein schnell wirksamer Beitrag zum Klimaschutz.
Moderne Gas-Brennwertgeräte können im Prinzip heute schon mit 20 bis 30 Prozent Wasserstoff im Erdgas betrieben werden. „H2-ready“-Heizgeräte, die mit 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden können, liegen in der Hand der Entwicklung der kommenden Jahre. Bewährte Gas-Brennwerttechnik wird dahingehend überarbeitet, um sie an die spezifischen Verbrennungseigenschaften des Wasserstoffs anzupassen.
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