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Alle Jahre wieder: Die Umwelt zu schonen und der globalen Erwärmung entgegenzuwirken, zählt wohl zu einer der größten Herausforderungen unserer Zeit. Dafür gilt es den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich zu senken und zwar drastisch. Seit Dezember 2019 steht daher fest: Eine CO2-Bepreisung für die Bereiche Wärme und Verkehr muss her – und jetzt ist sie da, die CO2-Steuer. Mit der Einführung des  CO2-Preises setzt die Bundesregierung einen Anreiz für klimafreundliches Wirtschaften. Doch was steckt genau hinter der Neuregelung und welche Mehrkosten haben Immobilienbesitzer und Mieter künftig zu erwarten? 

Seit Jahresbeginn ist es amtlich: Die CO2-Steuer ist da und das Heizen mit Heizöl oder Erdgas wird teurer. Das übergeordnete Ziel: Der Umstieg von fossilen Kraft- und Brennstoffen hin zu erneuerbaren Technologien. Bislang fehlte für Gebäudewärme ein wirksames Preissignal, welches die CO2-Intensität durch den Verbrauch von fossilen Heiz- und Kraftstoffen abbildete. Mit der neuen CO2-Bepreisung soll sich dies ändern, um die Umrüstung auf klimaschonende Heizlösungen wie etwa Wärmepumpen attraktiver zu gestalten. Ein Anreiz für den Klimaschutz also – denn die Einnahmen aus dem nun höheren CO2-Preis sollen zur Förderung des Ökostroms verwendet und den Bürger*innen sogar im Endeffekt zurückgegeben werden, etwa durch den Strompreis.

 

Steigerung des CO2-Preises bis 2025

Angefangen mit 25 Euro pro Tonne sehen Bund und Länder die Steigerung der CO2-Bepreisung bis ins Jahr 2025 vor. Die nächsten vier Jahre soll der Preis demnach schrittweise auf 55 Euro pro Tonne erhöht werden, um fossile Heizstoffe immer unattraktiver gegenüber klimafreundlichen Technologien wirken zu lassen. Unvorteilhaft für all diejenigen, die keinerlei Einfluss auf die im Gebäude zum Einsatz kommende Heiztechnik haben. Denn für Mieter heißt das folgendes: Vermieter können die neu zu zahlenden CO2-Abgaben komplett über die Nebenkostenabrechnung an die Mieter weitergeben. Ein Lichtblick: Ein Zuwachs von Anträgen von Immobilienbesitzer auf Fördermittel für den Heizungstausch hat bereits stattgefunden.

 

Mit der CO2-Steuer sparen

Vor allem die individuellen Lebensumstände zeigen, wie sich die neuen Preise für klimaschädliches Kohlenstoffdioxid auf die eigene Haushaltskasse auswirken werden. Während Hausbesitzer, die sparsam heizen, von den CO2-Preisen und Vergünstigungen profitieren können, müssen Besitzer oder Mieter alter und unsanierter Immobilien hingegen mit höheren Kosten rechnen. Um das zu vermeiden, sollten alle Einsparmöglichkeiten geprüft und alte Anlagen durch moderne Heizlösungen wie Wärmepumpen, Solaranlagen oder Holzheizungen ausgetauscht werden.