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Nachhaltiges Bauen liegt im Trend. Bereits heute die Bauweise an die Gegebenheiten von morgen anpassen: Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Ressourcenknappheit und Klimawandel – Wer auf die Zukunft bauen will, muss umdenken. Immer mehr Menschen wollen so auch beim Hausbau die Umwelt nicht außer Acht lassen und legen großen Wert auf ein nachhaltiges und energieeffizientes Wohnkonzept. Doch welche Bautrends gibt es aktuell und was macht sie effizient, nachhaltig und zugleich zukunftsorientiert? 

Effizient, nachhaltig und zukunftsorientiert – die Immobilien von heute sollen möglichst für alle Herausforderungen von morgen gewappnet sein. Die Planung, alle Bauphasen und schließlich auch das Wohnen sollen mit umweltbewussten und ressourcenschonenden Konzepten einhergehen. Diese Ausrichtung spiegelt sich in den Bautrends 2022 wider.

Energieeffizient bauen

Bereits seit einigen Jahren dominiert das Thema Energieeffizienz die Baubranche. Häuser und Wohnungen, die möglichst wenig Energie benötigen, sind so gefragt wie nie. Ausschlaggebend im Bauprozess sind dafür vor allem eine gute Dämmung und die Planung energieeffizienter Heiztechnik. Doch auch ein energiesparender und nachhaltiger Bauprozess an sich rückt immer weiter in den Vordergrund, um die Umwelt beim eigenen Hausbau möglichst wenig zu belasten.

Im Winter bleibt es warm und im Sommer angenehm kühl – Außenwände, Dach, Kellerdecke, oberste Geschossdecke sowie die Fenster gilt es gut zu dämmen, um einen maximalen Wärmeschutz zu gewährleisten. Eine luftdichte Gebäudehülle sorgt gleichzeitig dafür, dass die Dämmung optimal funktioniert und die Wärme im Haus bleibt.

Auch umweltfreundliche Energie aus regenerativen Quellen ist heute aus dem Neubau nicht mehr wegzudenken. Ob Solarthermie, Hybridheizungen oder die Nutzung von Umweltwärme durch eine Wärmepumpe – das GEG 2020 (Gebäudeenergiegesetz) schreibt Bauherren vor, dass sie einen gewissen Anteil ihres Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien decken müssen.

Eine weitere positive Entwicklung macht sich durch die zunehmende Digitalisierung der Baubranche bemerkbar, die viele Prozesse vereinfacht und das Bauen gleichzeitig nachhaltiger macht. Digitale Baudokumentation, Bauzeitpläne und -überwachung sorgen für eine maximale Übersichtlichkeit, während Papierberge vermieden werden können. Auch Smart-Home-Konzepte fördern mehr Energieeffizienz, indem digitale Geräte aller Art im Innen- und Außenbereich miteinander vernetzt arbeiten können.

Nachhaltig bauen

Nachhaltiges Bauen ist einer der wichtigen Bautrends in diesem Jahr. Holz, Stein, Naturfasern oder andere recyclebare Baumaterialien stehen hoch im Kurs. Robust und langlebig sorgen natürliche Materialien auch im Innenraum für eine gemütliche Optik: Steinböden, Holzmöbel sowie Einrichtungsgegenstände aus Recyclingmaterial sind nicht nur umweltfreundlich, sondern verleihen Immobilien eine besonders behagliche Wohnatmosphäre mit natürlichem Touch.

Insbesondere Fertighäuser aus natürlichen Baumaterialien liegen 2022 im Trend: Schnell geplant und einfach zusammen gesetzt verkürzen sie nicht nur die Planungs- und Bauzeit, sondern vereinfachen auch die Kostenkalkulation. Kundenwünsche können meist ohne Probleme umgesetzt werden – so ist das Fertighaus nicht einfach ein Haus „von der Stange“, sondern enthält eine individuelle Note und kann unkompliziert auf die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden.

Zukunftsorientiert bauen

Ein Eigenheim mit Perspektive. Beim zukunftsorientierten Bauen gilt es nicht nur, die Bauform an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Vielmehr zählt es, mögliche zukünftige Anforderungen an die Wohnräume im Blick zu behalten. Aspekte wie Barrierefreiheit, Sicherheit und veränderte Lebens- und Arbeitsumstände sollten schon in der Planungsphase berücksichtigt werden. So spart man sich selbst und der Umwelt aufwändige nachträgliche Umbauarbeiten und hat auch im Alter Freude an seiner Immobilie.

Umweltfreundliche Begleiterscheinung der Corona-Pandemie ist für viele Immobilienbesitzer das Arbeiten von zu Hause aus. Wer aus dem Home-Office arbeitet, tut automatisch der Umwelt etwas Gutes, indem Anfahrtswege mit Auto, Bahn und Co. und somit auch die CO2-Belastung vermieden werden. Ein nachhaltig geplantes Büro mit energiesparender Beleuchtung, Ökostrom und Möbeln aus natürlichen Materialien ist ein Trend, der auch nach der Pandemie von großer Bedeutung sein wird.

Ebenso zählt der Wohnraum-Ausbau im städtischen Raum zum zukunftsorientierten Bauen. Gerade im urbanen Raum werden Wohnräume immer knapper. Effiziente Wohnraumnutzung mit smarten Bauprojekten ist gefragt, die zum Beispiel Baugrund-Lücken schließen, freie Flächen mit nachhaltiger Architektur zu modernem Wohnraum ausbauen oder bereits bestehende Gebäude aufstocken.