Neusser Lukaskrankenhaus setzt auf Contracting
Im Fokus medizinischer Einrichtungen stehen kompetente Ärzte, modernste Technik sowie ein Umfeld, in welchem sich die Patienten wohl fühlen und einer schnellen Genesung nichts im Wege steht. Eine Grundvorraussetzung hierfür ist die sichere Energieversorgung der Krankenhausgebäude. Diesem Gedanken Rechnung tragend entschied sich die Städtische Kliniken Neuss -Lukaskrankenhaus- GmbH dazu, die Wärmelieferung innerhalb der komplexen Versorgungsstrukturen in Kooperation mit german contract besonders effizient und sicher zu gestalten.
Modernisierung als Grundlage für Einsparungen

Die Wärmeversorgung der Klinikgebäude erfolgte früher – wie bei Krankenhäusern üblich – über eine kohlebefeuerte Dampfkesselanlage, die in einem abseits des eigentlichen Krankenhauses errichteten Heizhaus untergebracht war. Später baute man statt der Dampfkessel Warmwasserkessel ein, die bivalent sowohl mit Erdgas als auch mit Heizöl betrieben werden konnten. Weil diese Kessel nach 25 Betriebsjahren jedoch nicht mehr wirtschaftlich und zur Beheizung der 69.000 Quadratmeter großen Gesamtbetriebsfläche ungeeignet waren, entschloss man sich schließlich dazu, die Energieversorgung zu modernisieren. Die Errichtung moderner Anlagentechnik bildete dabei die Grundlage für hohe Einsparpotenziale.
Man wählte zwei leistungsstarke, erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke (BHKW) der Firma Waukesha mit jeweils 310 kW elektrischer und 470 kW thermischer Leistung, die nun nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Strom und Wärme direkt vor Ort erzeugen. Ergänzt werden sie durch zwei Kesselanlagen der Firma Buderus mit jeweils 3.000 kW Wärmeleistung. Zur Versorgung der einzelnen Klinikgebäude mit entsprechender Heizleistung wurde auf das bestehende Wärmenetz samt Unterstationen zurückgegriffen.
Wirtschaftlich: gc-Betreibermodell

Um eine optimale und wirtschaftliche Wärmeversorgung auch nach der Inbetriebnahme der neuen Energieanlagen zu gewährleisten, entschied sich die Geschäftsführung des Krankenhauses 2001 gezielt für das von german contract angebotene Betreibermodell als moderne Alternative gegenüber dem Betrieb in Eigenregie. Das Vertragsmodell, bei dem das Krankenhaus Eigentümer der modernen Energiezentrale blieb und german contract deren professionellen Betrieb übernahm, sichert dem Klinikum die unerlässliche störungsfreie Energieversorgung. Es profitiert seitdem dank der professionellen Betriebsführungskompetenz des Contractors von der optimalen Funktionsfähigkeit der bestehenden Anlage. Mittels Fernüberwachung wird der Betrieb ständig kontrolliert, Übernahme von Wartungen und Reparaturen durch german contract entlasten die Krankenhausbetreiber administrativ, personell sowie finanziell und monatliche Betriebsführungsberichte sorgen für einen transparenten Überblick über Zustand und Effizienz der Anlage.
Sicherheit garantiert
Das maßgeschneiderte Konzept für den optimalen Wärmehaushalt des Klinikums zahlte sich schnell aus. Über eine Laufzeitoptimierung der beiden BHKW-Module entsprechend des durch german contract ermittelten Wärmebedarfs sowie die bestmögliche Verbindung mit den Kesselanlagen konnte ein höherer Jahresnutzungsgrad erzielt werden. Nun laufen die BHKW auf 97 Prozent der maximalen Leistung und erzeugen damit jährlich circa 4,2 Mio. kWh Strom sowie 6,4 Mio. kWh Wärme, die klinikintern vollständig verbraucht werden. Bereits nach wenigen Monaten konnte ein deutlich spürbarer Rückgang des Energieaufwandes erzielt werden: Der Erdgaseinsatz wurde um circa zehn Prozent gesenkt, während der Nutzungsgrad des Gesamtsystems von 90 auf 95 Prozent anstieg. Die Anlagenwirtschaftlichkeit ist somit durch german contract nachhaltig sichergestellt und die geschützten Versorgungsstrukturen verhindern Beeinträchtigungen im Krankenhausalltag – dies kommt schließlich auch den Patienten zu Gute.
Details
- zwei Blockheizkraftwerke der Firma Waukesha
- Typ: VG FH 24 GLD
- Heizleistung: 310 kW elektrisch, 470 kW thermisch
- Vertragsmodell: Betreibermodell
- zwei Kesselanlagen der Firma Buderus
- Heizleistung: 3.000 kW
- Vertragsmodell: Betreibermodell
